DOPPELSCHLAG IN FURTH-„NICHT MIT MIR“-„FRAUENSELBSTSICHERHEIT“

Am vergangenen Wochenende (15./16. Juli) fanden in Furth, bei der Ju-Jutsu Abteilung des DJK-Sportvereins jeweils eine Lizenzverlängerungsmaßnahme für „Nicht mit mir“-Kursleiter*innen und „FrauenselbstSicherheit“ statt. Referent war jeweils Fritz Schweibold, Lehrbeauftragter für „Nicht mit mir!“ und Referent Gewaltprävention.

Am Samstag schwitzten bei Temperaturen von weit über 30 Grad die Teilnehmer an der „Nicht mit mir!“-Maßnahme. Um rauchende Köpfe zu vermeiden wurden die praktischen Impulse überwiegend in Theorie besprochen und lediglich ansatzweise geübt. Dennoch gab es jede Menge Informationen die die Teilnehmer am Ende des Tages mit nach Hause nehmen konnten. Good Practice Beispiele wurden ebenso präsentiert und besprochen wie Stolpersteine. Neuerungen und gesellschaftliche Herausforderungen wurden thematisiert, aktuelle Informationen zur Thematik „sexualisierte Gewalt“ und deren Prävention und Intervention besprochen und natürlich Übungen und Inhalte der „Nicht mit mir!“-Ausbildung auf den neuesten Stand gebracht. Ein Schwerpunkt dabei waren die Arbeits- und Begleithefte für unterschiedliche Alters- und Zielgruppen, die vom DJJV überarbeitet bzw. neu gestaltet wurden und im Shop von lizenzierten Kursleiter*innen kostenlos bestellt werden können.

 Auch die Moodle-Plattform des DJJV für Kurleiter*innen wurde kurz vorgestellt und die Möglichkeiten besprochen. Da am nächsten Tag, also am Sonntag, eine Lizenzverlängerung für „FrauenselbstSicherheit“  angeboten wurde nutzten einige Teilnehmer die Chance, beide Lizenzen zu verlängern und nahmen an beiden Maßnahmen teil. Am Samstagabend besuchten deshalb einige die Veranstaltungen der Landshuter Fürstenhochzeit von 1475, die von mehr als 2000 Protagonisten in historischen Gewändern Gebäuden und Requisiten „nachgespielt“ wird und nur alle 4 Jahre stattfindet.

Nachdem es in der Nacht etwas abgekühlt hatte ging es in neuer und alter Besetzung der Teilnehmer in das Thema „FrauenselbstSicherheit“. Online zugeschaltet war die Frauen- und Schulsportreferentin des Verbandes, Heike Bittner, die einen Abriss über die geplanten Maßnahmen und Vorbereitungen zur Umsetzung des „Gesetz zur ganztätigen Förderung von Kindern im Grundschulalter“ gab. Konkrete Maßnahmen und Angebote werden hierzu nach einem Vorstandsbeschluss bekanntgegeben. Danach wurden von den Teilnehmern Erfahrungen und positive/negative Vorkommnisse bei Frauen-SV-Kursen thematisiert und besprochen. Anschließend erfolgte in Gruppenarbeiten die Vorstellung von Zivilcourage, Selbstbewusstsein, Selbstsicherheit, Selbstverteidigung an Hand des aktuellen Arbeits- und Begleitheftes für junge Menschen ab 13 Jahre. Jede Arbeitsgruppe wählte sich eine Thematik aus und stellte diese im Plenum vor. Die letzten Einheiten befassten sich mit Wahrnehmungsschulung in Theorie und Praxis.

In der Feedbackrunde waren sich alle einig, dass beide Lizenzverlängerungen sehr gewinnbringend waren und das Format (ein Tag „Nicht mit mir!“, ein Tag „FrauenselbstSicherhheit“) auch für künftige Fortbildungen, zumindest einmal jährlich, beibehalten werden sollte. So können an beiden Tagen beide Lizenzen in Präsenz verlängert werden. Die Vorteile und der Mehrwert von Präsenzveranstaltungen wurde von allen Beteiligten positiv bewertet.

Anzuführen ist hier noch, dass künftig bei beiden Lizenzverlängerungen jeweils 8 Stunden in Präsenz lizenzspezifisch (also 8 LE „Nicht mit mir!“ für LV „Nicht mit mir!“ bzw. 8 LE „FrauenselbstSicherheit“ für Frauen-SV) im Zeitraum von 4 Jahren (Gültigkeit der Lizenzen) absolviert werden müssen. Die übrigen Stunden können durch Teilnahme an anderen Lizenzverlängerungen (FrauenselbstSicherheit, „Nicht mit mir!“, „Fit und Sicher“, Trainer C- und B Lizenzverlängerungen) erbracht werden.

Individuelle Veranstaltungen/Workshops/Seminare können nach Rücksprache mit dem jeweiligen Lehrbeauftragten ebenfalls berücksichtigt werden.