Roland Köhler Bundestrainer im DJJV und ehemaliger Präsident des JJVB erhielt das Bundesverdienstkreuz.
Aufgrund der großen Ehre, die ihm zuteil wurde, wollen wir durch ein kurzes Interview mit Roland einen kleinen Einblick in seine Gedanken bei verschiedenen Vorhaben und Ereignissen geben.
Interview mit Roland Köhler 
- Du wurdest mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Was bedeutet das für dich?
Für mich ist das eine ganz große Ehre – schließlich bekommt so eine Auszeichnung nicht jeder. Aber ich sehe das nicht nur als persönliche Anerkennung, sondern auch als Wertschätzung für all jene, mit denen ich über die Jahre zusammenarbeiten durfte. Es war wirklich eine schöne Erfahrung, und ich habe die gemeinsame Arbeit immer sehr genossen. Auch die Feier am Abend war etwas ganz Besonderes: Menschen, die ich zum Teil seit über 50 Jahren nicht mehr gesehen hatte, waren da, um mir zu gratulieren. Das hat mich sehr berührt und war ein wirklich unvergessliches Erlebnis.
- Welche Ziele hast du konkret in den nächsten Monaten im JJ?
Im Verband habe ich ja zwei Rollen – einerseits als Präsident, andererseits als Bundestrainer. Als Bundestrainer liegt der Fokus ganz klar auf den nächsten World Games. Dort möchten wir nicht nur sportlich erfolgreich sein, sondern auch den Teamgeist und die Freude am Wettkampf spüren. Ich hoffe sehr, dass unsere Athletinnen und Athleten dort ihr ganzes Können zeigen können.
Als Präsident ist es mir besonders wichtig, dass wir als frisch gewählter Vorstand gut und vertrauensvoll zusammenarbeiten. Gleichzeitig möchte ich sicherstellen, dass wir die Landesverbände aktiv einbinden und gemeinsam als starkes Team vorangehen.
- Was war dein lustigstes Erlebnis auf der Matte?
Eines meiner lustigsten Erlebnisse war während eines neuen Bundeskader-Lehrgangs. Eine junge Athletin hat dabei eine andere langjährige Kaderkollegin mit meiner Schwester verwechselt. Ich habe sie dann scherzhaft gefragt: „Woher wusstest du, dass das meine Schwester ist?“ Und sie meinte ganz überzeugt: „Die sieht genauso aus wie du!“ Da musste ich wirklich lachen und hab gesagt: „Da hast du aber ganz genau hingeschaut!“ Natürlich haben wir das Missverständnis dann aufgeklärt – vor allem, weil die Athletin ein ganzes Stück jünger war. Aber es war eine herrlich witzige Situation, an die ich immer wieder gerne zurückdenke.
- Was ist deine liebste Trainingsroutine?
Was für mich beim Training nie fehlen darf, ist das Aufwärmen mit Basketball – das macht mir einfach am meisten Spaß. Auch wenn ich dabei regelmäßig von meinen Athletinnen gefoult werde, ist es eine super Einstimmung. Im eigentlichen Training liebe ich vor allem die Randoris. Das ist für mich der spannendste Teil, weil genau da die ganze Vielseitigkeit unseres Sports sichtbar wird. Man kann taktisch arbeiten, auf die Stärken und Schwächen des Gegenübers reagieren – ob durch Schläge und Tritte im Part 1 oder durch Würfe und Griffe, wenn man schneller oder technisch besser ist. Diese Dynamik begeistert mich jedes Mal aufs Neue.







