Ein Leben für den Budosport – Fritz Palm im Alter von 93 Jahren verstorben

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Fritz Palm, der im Alter von 93 Jahren verstorben ist. Sein Name ist untrennbar mit der Geschichte des Ju-Jutsu in Bayern verbunden – und mit der Entwicklung des Budosports in Donauwörth und darüber hinaus.

Fritz Palm gründete 1956 die Judo-Abteilung im VSC Donauwörth und widmete sich ab 1969 intensiv dem Ju-Jutsu. Bereits am 7. Mai 1972 legte er die Prüfung zum 1. Dan ab. Nur ein Jahr später wurde er zum ersten Prüfungsbeauftragten der DDK-Landesgruppe Ju-Jutsu in Bayern gewählt – ein Amt, das er zehn Jahre lang mit außergewöhnlichem Engagement ausübte.

In dieser Zeit entstanden auch seine legendären, handgezeichneten Broschüren zur Ju-Jutsu-Prüfungsordnung. Sie wurden bundesweit genutzt und waren für viele Ju-Jutsuka die einzige Grundlage zur Prüfungsvorbereitung. Seine Arbeit prägte Generationen von Kampfsportlerinnen und -sportlern.

Als Mitbegründer der traditionsreichen Donauwörther Bundeslehrgänge setzte Fritz Palm weitere Meilensteine. 1979 nahm er an der ersten bayerischen Übungsleiterausbildung in Grünwald teil. Für seine herausragenden Verdienste wurde er 2007 zum Ehrenmitglied des JJVB ernannt. Im Jahr 2012 erhielt er den 6. Dan – eine besondere Anerkennung für sein Lebenswerk im Ju-Jutsu.

Doch Fritz Palm war weit mehr als Funktionär und Trainer. Als langjähriger Vereinsvorsitzender, Abteilungsleiter und Organisator beim VSC Donauwörth und später bei der Sportgemeinschaft Eurocopter machte er unseren Budosport in der Region bekannt und beliebt. Zahlreiche Sportkameradinnen und -kameraden verdanken ihm ihre Kyu-Prüfungen oder sogar den Meistergrad – durch sein Können, seine Geduld und seine Leidenschaft als Trainer.

Fritz Palm hat Ju-Jutsu gelebt – mit Herz und auf der Matte. Wir danken ihm für seine Loyalität, seine Treue und seine unermüdliche Arbeit für unseren Sport.

Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Dieter Meyer, Ehrenpräsident,
im September 2025