Erfolgreiche Ausbeute für die bayerischen Duos bei der Deutschen Meisterschaft U21 und Senioren

Bei der diesjährigen Deutschen Meisterschaft vom 20. bis 22. Juni in Norderstedt traten in der Disziplin Duo insgesamt zwölf Duo Paare aus fünf Landesverbänden in drei Klassen gegeneinander an. Trotz einiger Absagen konnten 6 bayerische Paare für das Team Bayern antreten.

Die angetretenen Bundeskaderathletinnen und -athleten setzten sich in den jeweiligen Klassen durch. Das Team vom JJVB, das aus Bundes-, und Landeskader, sowie Newcomer Paaren bestand, konnte sich aber trotzdem insgesamt sechs Medaillen: einmal Gold, einmal Silber sowie viermal Bronze sichern.

In der Klasse Mixed siegten souverän Richter Sophie und Gast Johannes vom TSV Kottern-St. Mang. Das Newcomer-Paar vom ESV München, Stadler Lena und Kaintoch Raphael – als einziges U21-Paar in dieser Klasse- sicherte sich die Bronzemedaille.

In der Klasse Frauen mussten sich beide Landeskader-Paare – Drexel Pia mit Hörnig Kristina vom JJ Rosenheim sowie Pörner Nathalie mit Barth Sophie vom SV Niederroth – mit Bronze zufriedengeben.

Bei den Herren unterlag Hertl Jonas und Rückert Johannes als einziges U21-Paar in der Klasse dem erfahrenen BK-Paar aus Sachsen- Anhalt richtig knapp und gewann Silber.

Zusätzlich wurde im Rahmen der Veranstaltung die Disziplin Duo Show erstmalig ausgetragen. Zwei Paare, davon ein Newcomer-Paar vom JJVB, präsentierten ihre Show. Das Paar Meyer/Gantner aus Rosenheim unterlag nur knapp dem auch international erfahrenen Bundeskaderpaar aus Sachsen-Anhalt.

Ein wichtiger Punkt für die anwesenden Bundestrainer/innen war die Sichtung potenzieller Nachwuchstalente für den Bundeskader. Die anwesenden Bundestrainer (BT) beobachteten die Wettkämpfe genau und nahmen im Anschluss erste Einschätzungen vor. Die Sichtung stellt einen wichtigen Schritt in der langfristigen Entwicklung des Nationalkaders im Duo-Bereich dar. Vom JJVB werden 2 Paare eine Einladung zum Sichtungslehrgang im Herbst erhalten.

Überschattet wurde die Veranstaltung jedoch von anhaltenden technischen Schwierigkeiten bei der Bewertung der Kämpfe. Sowohl in der Software als auch bei der Hardware kam es immer wieder zu Ausfällen und Anzeigeproblemen. Die Punktestände wurden für die Coaches nur unzureichend – insbesondere zu klein – angezeigt; für Zuschauerinnen und Zuschauer gab es keinerlei Möglichkeit, die aktuellen Wertungen nachzuvollziehen. Dieser Umstand sorgte für spürbaren Unmut auf den Zuschauerrängen und bei den betreuenden Teams und wirft Fragen zur zukünftigen technischen Ausstattung nationaler Wettkämpfe auf.

Peter Günther, JJVB; Info: Vinzenz Oschmann; Fotos: Adam Paszkiewicz