Hanbo: Präzision, Koordination, Kombination, Weiterentwicklung

Am Wochenende vom 26. bis 27. Juli fand ein außergewöhnliches Event statt, das alle
Erwartungen übertraf: Alexander Ecker lud zum ersten zweitägigen Hanbo-Workshop-
Wochenende beim SV Lohhof e.V. ein. Unter dem Motto „Präzision, Koordination,
Kombination und Weiterentwicklung“ versammelten sich begeisterte Hanbo-Praktizierende
zu einem Lehrgang, der seinesgleichen suchte.
Exklusivität und Expertise, die begeistert!
Die Besonderheit dieses Workshops zeigte sich nicht nur in den eigens designten
Lehrgangsaufklebern, sondern vor allem in der Anwesenheit eines wahren Hanbo-Jujutsu-
Meisters: Michael Naber, Vizepräsident Breitensport in Nordrhein-Westfalen (6. Dan Modern Arnis, 5. Dan Ju-Jutsu, 3. Dan Hanbo, 2. Dan Jiu-
Jitsu) reiste extra aus Wuppertal an, um sein umfassendes Wissen und seine einzigartigen
Techniken mit den Teilnehmern zu teilen. Diese hochkarätige Besetzung garantierte ein
Lernniveau, das man selten findet.
Tag 1: Kreativität und Präzision im Fokus
Der Samstag startete nach einer kurzen Kennenlernrunde der 12 Teilnehmer mit einem
inspirierenden Austausch über Erwartungen und Wünsche. Da viele der Anwesenden selbst
aktive und hochgraduierte Trainer waren, lag der Fokus schnell auf praktischen Ideen,
Anregungen und Geheimtipps für das regelmäßige Hanbo-Training.
Der erste Teil des Tages widmete sich der Gestaltung eines lockeren und
abwechslungsreichen Aufwärmtrainings. Hier stand nicht nur die Koordination mit dem
Hanbo im Vordergrund, sondern auch der Spaß an der Bewegung. Es entstanden die
kreativsten Übungen und Spiele: von Hockey mit unterschiedlich großen Bällen über
„Torwarttraining“ mit dem Hanbo bis hin zu Lauf- und Wurfspielen oder einer Art Billard mit
dem Hanbo. Ein kurzweiliges und abwechslungsreiches Aufwärmtraining, das nur ein
Vorgeschmack auf das weitere Programm war.
Im Anschluss standen die Hanbo-Grundübungen auf dem Plan. Referent Alex Ecker erklärte
jedes Detail und verriet sogar seine besten Übungsvariationen, um das Training
abwechslungsreich zu gestalten. Michael Naber ergänzte dies mit faszinierenden
Möglichkeiten zur filigranen Verfeinerung der Hanboführung. Den krönenden Abschluss
bildete eine außergewöhnliche Massage- und Dehnungseinheit mit dem Hanbo unter
fachkundiger Anleitung von Jens Kasperan – pure Entspannung nach intensiver Arbeit! Ein
Gemeinsames Abendessen rundete den ersten erfolgreichen Lehrgangstag gemütlich ab.
Tag 2: Bewegung, Katas und die Zukunft des Hanbo
Der zweite Tag begann nach dem Aufwärmtraining mit einer Einheit Bewegungslehre. Die
Übungen, paarweise oder in Dreiergruppen durchgeführt, boten einen immensen Mehrwert.
Für Angreifer und Angegriffene gleichermaßen. Michael und Alex demonstrierten eindrucksvoll, wie abwechslungsreich und spaßig Bewegungslehre sein kann. Der Kreativität
waren durch den Einsatz verschiedenster Trainingsgeräte kaum Grenzen gesetzt.
Die letzte Trainingseinheit war den Katas gewidmet, um hier die feinsten Nuancen
herauszuarbeiten. Jeder einzelne Schritt wurde detailliert besprochen und gezeigt. Michael
und Alex nahmen sich für jeden Teilnehmer persönlich Zeit, um individuelles Niveau und
Techniken zu verfeinern. Dabei zeigte sich immer wieder, dass Hanbo eine Sportart für alle
ist: von Jung bis Junggeblieben, für Männer und Frauen, sportlich Erfahrene und Anfänger bis
hin zu körperlich beeinträchtigten Menschen. Gerade deshalb eignet sich Hanbo auch
hervorragend als Rehasport, da es primär um die Koordination der Bewegungen und Abläufe
der Techniken geht und weniger um reine Kraft und Ausdauer.
Ein voller Erfolg und der Wunsch nach mehr!
Der Workshop endete mit einem konstruktiven Feedback-Gespräch, bei dem die Teilnehmer
ihre Wünsche, Anregungen und Visionen für die Zukunft des Hanbo teilten. Der Workshop
war auf ganzer Linie ein voller Erfolg und der Wunsch nach weiteren Workshops wurde
mehrfach geäußert.

Peter Günther, JJVB; Text und Fotos: Gabi Götz