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Stützpunkt Nürnberg

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Am 02.10.2020 fand in Nürnberg beim Post SV ein Stützpunkttraining statt. Acht Teilnehmer hatten sich eingefunden.

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„Realistische SV“, für Nürnberg ein passender Einstieg in die Verbandsmaßnahmen nach dem großen Corona-Shutdown. Und wer wäre nicht ein passenderer Trainer wie unser beliebter Verbands-Polizeireferent Tom Neu von unserem befreundeten Fürther Verein.

In der Halle ist es kühler als sonst üblich, da ständig gelüftet werden muss. Abstand und weniger Partnerwechsel als sonst üblich sind nun das oberste Gebot in dieser weltweiten Pandemie, die besonders für die Kampfsportarten eine besondere Herausforderung darstellt.

Das alles hat aber die Teilnehmer und den Trainer nicht davon abgehalten, wieder einmal gemeinsam und fröhlich ein wenig „neue Normalität“ zu genießen mit unserer Sportart Ju-Jutsu und dem heutigen Thema das Tom mitgebracht hatte.

Trainiert wurde ohne Matten. In einem Theorieteil wurde gemeinsam gesammelt, was alles zu einer „realistischen SV“ gehören würde und was die Teilnehmer daraus trainieren möchten. Tom stellte zudem besonders heraus das „Theorie“ auch bedeutet sich mal abends in Ruhe etwas Gedanken zu machen, zu welcher Art der Verteidigung man eigentlich bereit ist, sollte man mal in eine schlimme Situation auf der Straße kommen. Denn das ist die Grundlage aller Ju-Jutsu-Techniken, die man lernt, dass man diese zur Not dann bereit ist einzusetzen, um von sich oder anderen vor größeren Schaden zu bewahren.

Danach ging es mit einem wichtigen Aufwärmen weiter, denn die Fenster waren ja überall offen! Man hörte plötzlich auf Anweisung des Trainers, beim wilden Durcheinanderlaufen, wenn jemand einem zu nahe kam, die lauten Ausrufe der Teilnehmer: „Gehen sie weg“ … „Nicht anfassen“ … passender kann man ein Aufwärmen während der Corona-Zeit echt nicht gestalten. 😊

Weiter ging es mit mentalen Vorbereitungen, wie z.B.: Ich habe eine Brille auf und diese verrutscht während einer Verteidigung. Rücke ich diese nun gerade und gebe dem Angreifer dadurch Zeit und Gelegenheit mich weiter zu schlagen oder lasse ich die Brille herunterfallen und rette lieber mein Leben als die Brille? Gleiches gilt natürlich für ein teures Smartphone, dass ich gerade noch in der Hand habe und nicht mehr die Zeit finde es gemütlich in die Hosentasche zu stecken.

Tom brachte dann noch Alternativen mit zum Ju-Jutsu-Standard- „Aufstehen unter Eigensicherung“.

Ein weiterer Punkt war die Unterstützung eines Partners, Freundes oder Familienmitgliedes, das schon verletzt wurde vom Angreifer. Hier dominierte die Kommunikation mit dem Partner, und die Deckungsschaffung hin zum Angreifer.

Zu guter Letzt gab es noch ein kurzes Standrandori als Cooldown, mit einem kleinen Handikap: man sollte annehmen man hat sich eine Hand verletzt und diese konnte und durfte nicht zur Verteidigung mehr eingesetzt werden.

Alle Teilnehmer waren wieder begeistert, dank der großartigen Leitung von Tom.

Wir hoffen, dass jeder, sich in allen Vereinen und Trainings, an die jeweiligen Corona-Regeln halten wird, auch zukünftig und wir dadurch gesund im Ju-Jutsu durch diese Krise kommen. Bleibt dem Ju-Jutsu treu, auch wenn aktuell noch nicht alles wie gewohnt angeboten werden kann. Die Gesundheit geht hier einfach vor!

 

(Text u. Fotos: Andi Grau)