Alexander Ecker ist Deutscher Katameister: Tiefste Form der Übung

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 Zwickau. Alexander Ecker (SV Lohof) ist Deutscher Meister. Bei der 2. Internationalen Offenen Deutschen Kata- und Formenmeisterschaft war er Bester in der Kategorie Hanbo Kata. Ein toller Erfolg für den Hanbo-Beauftragten des Ju-Jutsu Verbandes Bayern (JJVB).

Drei Bayern waren zur Meisterschaft gereist, um sich in dieser Form zu messen. Insgesamt trafen sich in Zwickau 68 Kampfsportler, die sich auf Waffendisziplinen, Kata und freien Vorführungen vorbereitet hatten. Am Vormittag zeigten die Teilnehmer Karate-Kata, Kobudo-Kata (Waffen-Kata aus den Bereichen Kurzstock, Langstock, Kama und Hanbo), traditionelle Judo- sowie Jiu-Jitsu-Kata. Das zweite Drittel wurde mit den freien Vorführungen bestritten. Im letzten Teil des Tages standen die musikalischen Vorführungen und die sogenannte Showdarstellung im Mittelpunkt.

Ecker überzeugt mit Hanbo-Kata
Alexander Ecker trat in der Kategorie Hanbo Kata an. Er zeigte die Hanbo Shodan, Hanbo Nidan sowie die Hanbo Sandan – und konnte damit die Kampfrichter überzeugen. Der bayerische Hanbo-Beauftragte wurde vor Ilja Melcher (Kuzushi Lübben) und Hanna Fischer (PSV Kamenz) Deutscher Meister.

Für Ecker war dies auch der Lohn für seinen Weg: »Ich weiss jetzt, dass mein Trainingsweg der richtige war und auch, dass ich das, was ich lehre und an meine Schüler weitergebe, richtig ist.« Hinter diesem Erfolg steht auch harte und konsequente Arbeit. »Ich habe mich die letzten vier Wochen etwa fünf mal pro Woche darauf vorbereitet.« Vor allem die intensive Auseinandersetzung mit den Techniken und Bewegungsabläufenmachen für ihn den Reiz dieser Form aus. Ecker: »Kata ist Budo-Basis, das Fundament. Ohne ein gutes Fundament ist kein vernünftiger Aufbau möglich.« Daher sei die Kata auch wichtig und wertvoll für das »normale« Ju-Jutsu.

Neues Lehrformat des JJVB: Kata als Wochenend-Workshop
Kata zu üben zählt zu den spannendsten Herausforderungen gerade für fortgeschrittene Ju-Jutsuka. Technische Perfektion und ideales Timing werden hier ebenso verlangt wie vollendete Harmonie mit dem Partner. Die traditionellen Kata werden im Ju-Jutsu zwar erst zum vierten oder fünften Dan geprüft, sind aber auch vorher schon eine wunderbare Möglichkeit, all diese Aspekte zu schulen und zu vertiefen. Und erfahrene Meister sagen, dass Kata die tiefste Form der Übung im Budo ist.
Um sich diesem Thema nun intensiver zu widmen, hat der JJVB ein neues Lehrformat ins Leben gerufen – den Workshop »Kata lernen«. Jeweils an einem Wochenende wird die gesamte Form einer der beiden traditionellen Kata vermittelt. Dabei richtet sich der Workshop an alle, die sich mit Kata befassen möchten – Prüfungskandidaten, Wettkampfinteressierte und Ju-Jutsuka, die Budo in seiner ursprünglichen Tiefe erleben wollen.

Der erste Kata-Workshop zur »Kodokan Goshin Jutsu« findet beim Budokan Regensburg am Wochenende vom 13. und 14. Oktober mit dem Kata-Beauftragten des JJVB, Florian Seidl, statt. Natürlich ist dort auch eine Übernachtung im Dojo möglich. Die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema über eineinhalb Tage erlaubt ein ganz neues Eintauchen in die Kata und das Ju-Jutsu überhaupt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, alle weiteren Details finden sich in der Ausschreibung des JJVB: https://jjvb.de/index.php/termine/eventdetail/1566/-/18215-workshop-kata-lernen-kodokan-goshin-jutsu-fuer-pruefung-und-training

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Bericht: Jörg Eschenfelder und Florian Seidl / Fotos: privat