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Bayerische Ju-Jutsuka zeigen beim Europa Cup auf

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Maribor. Am vergangenen Wochenende stand für die bayrischen Kaderathleten der Europa Cup in Maribor an. Das erste gemeinsame Auslandsturnier der Saison 2019 wurde von zehn Figthern der U16, U21 und Senioren sowie von zwei Duo-Paaren der U21 angefahren. Begeleitet wurden sie von den Landestrainern Carina Neupert, Andreas Knebl und Christian Bold sowie von Adam Paskiewicz. Sie brachten fünf Gold-, eine Silber- und drei Bronzemedaillen mit nach Hause!

Der Samstag beim Fighting
Die erste Starterin des Tages war Melina Fredlmeier (U16, -57 kg) aus Burgkirchen. In ihrem ersten Kampf traf sie auf eine Kämpferin aus Slowenien. Diesen Kampf konnte sie mit gezielten Atemitechniken in Part 1, einem vorzeitigen Talfallzug mit anschließendem Armhebel beenden und gewann diesen somit mit Full Ippon. In zweiten Kampf traf sie auf Mazedonien. Leider musste sich Melina in diesem Kampf mit einem Punkterückstand von 6:10 geschlagen geben. Trotz einer Niederlage wurde Melina Erste, da sie als einzige mit Full Ippon ihren Kampf gewann. Ein starker erster Auftritt!

Die nächste Kämpferin an diesem Tag war Viola Fritsche (U16, +63 kg) aus Amberg. Ihren Auftaktkampf hatte sie gegen eine polnische Kämpferin. Am Anfang hatte Viola leichte Schwierigkeiten sich in den Kampf einzufinden, da die polnische Kämpferin starke Fußtritte vorzuweisen hatte. Viola konnte sich jedoch nach kurzer Zeit taktisch gut umstellen und holte den Punktevorsprung schnell auf. Somit konnte sie sich mit 8:4 absetzen und den Kampf für sich entscheiden.
In ihrem nächsten Kampf traf sie auf Mazedonien. In einem spannenden Kampf schenkten sich beide Athletinnen nichts und am Ende stand es 8:8. Viola hatte jedoch im Part 1 wie auch im Part 2 mehr Ippons und gewann auch diese Begegnung. Leider konnte der letzte Kampf gegen Polen nicht ausgetragen werden, da die Polin verletzungsbedingt zurückgezogen hatte. Somit eine hervorragende Leistung und eine verdiente Goldmedaille für Viola.

Der letzte Fighter des Tages war Edward Zimmermann (U21, -69kg) aus Burghausen. Er konnte seinen ersten Kampf mit Full House vorzeitig gegen Slowenien gewinnen. In seiner zweiten Begegnung trat sein Gegner leider nicht an. Im anschließenden Halbfinale musste er sich dem späteren Sieger aus Österreich geschlagen geben. Im Kampf um Platz drei gegen Montenegro zeigte Edward eine kämpferisch großartige Leistung und holte sich die Bronzemedaille. 

Ein Ausflug zum Ne Waza für Andreas Knebl
Landestrainer Andreas Knebl (Senioren, -77kg) ging im Ne Waza auf die Matte. Auch er gewann den ersten Kampf gegen Slowenien souverän, indem er seinen Kontrahenten von oben kontrollierte und ihn anschließend abhebelte. In seiner zweiten Begegnung gegen Montenegro ging der Kampf über die gesamte Zeit. Durch eine geniale Außensichel und einen gezielten Fußfeger sowie taktisch gute Bodenaktionen gelang es Andi, sich punktemäßig abzusetzen und zu gewinnen. Ebenso Gold für den Burgkirchener!

Der Sonntag beim Fighting

Tabea Reiner (Senioren, -70kg) aus Oberdürrbach musste als erste auf die Matte. In ihrem Auftaktkampf traf sie auf die Montenegrinerin Djurdjevac. Leider konnte sie sich gegen diese nicht durchsetzen und verlor mit Full Ipppon. Anschließend wartete Rosa aus Polen auf sie. In einem spannenden Kopf an Kopf Rennen gelang es Tabea letztlich, diesen für sich zu entscheiden, indem sie mit einer Innensichel punkten konnte. Im dritten Kampf gegen Österreich fanden die meisten Aktionen im Part 1 statt. Mit 15:12 Punkten ein Sieg für Tabea. Im letzten Kampf traf sie auf die amtierende World Games Siegerin Theresa Attenberger aus Burgkirchen, die alle Kämpfe souverän und ungefährdet für sich entscheiden konnte. Am Ende stand ein guter dritter Platz für Tabea und eine super Goldmedaille für ihre Kaderkollegin Theresa.

Ebenfalls aus Oberdürrbach ging Franziska Freudenberger (Senioren, -63 kg) auf die Matte. Ihren ersten von zwei Kämpfen konnte sie mit Full Ippon gegen Montenegro gewinnen. Atemitechnik, Außensichel aus dem Übergang gefolgt von Haltetechnik und der Kampf war entschieden. Die letzte Begegnung, ebenfalls gegen Montenegro, verlief sehr spannend und ging mit 10:9 an unsere Landestrainerin Franziska. Somit ebenfalls Gold.

Auch Landestrainer Christian Bold (Senioren, -69 kg) aus Nördlingen ging zum Kämpfen auf die Tatami. In seinem ersten Kampf gegen den Belgier Charlier musste sich Boldi nach seinen starken Atemi und Halbkreisfußtritten zum Kopf leider vorzeitig geschlagen geben. In der zweiten Begegnung erschien der Kämpfer verletzungsbedingt nicht. Im kleinen Finale verlor Boldi ganz knapp mit 8:9. Stark gekämpft!

Franz Weigert (Senioren, -62 kg) vom JJC Gochsheim traf in einer sehr stark belegten Klasse traf in seinem zweiten Kampf auf den Belgier Lardon, nachdem der erste Gegner nicht angetreten war. Franz ging nach einem sauberen Schenkelwurf in Führung. Leider konnte er den Belgier am Boden nicht halten und somit ging es im Part 1 weiter. Franz musste sich letztendlich mit 22:24 geschlagen geben. Im Kampf um Bronze gegen den schnellen Italiener Calzoni gab Franz den Kampf vorzeitig ab. Somit Platz 5.

Jonas Butz (Senioren, +94 kg) aus Amberg war am Ende des Turnieres an der Reihe. In seinem Auftaktkampf gegen den Kroaten Kolar gelang es Jonas, diesen innerhalb von 32 Sekunden vorzeitig zu besiegen. Im darauffolgenden Kampf traf er auf den erfahrenen Vukcevic aus Montenegro. Dieser bezwang Jonas durch Full Ippon. In der dritten Begegnung gegen Slowenien konnte Jonas erneut mit Full Ippon siegen, schöner Schulterwurf kombiniert mit vorherigen starken Part 1 Kombinationen und Haltetechnik. Im Finale traf er auf den deutschen Bundekaderathleten Simon Roiger. Auch hier konnte Jonas eine schöne Wurfaktion zeigen. Leider musste er sich dann aber vorzeitig geschlagen geben. Somit verdient Silber durch die Punkteunterbewertung. Bravo!

Wichtige Erkenntnisse und eine Bronze-Medaille für die Duo-Paare
Laura Hofmann und Magnus Anslinger sowie Jannik Anslinger und Simon Hofmann trainieren beim SV Niederroth und waren gemeinsam mit ihrem Vereinstrainer Adam Paszkiewicz angereist.

Nach einer späten Bekanntgabe des Turnierzeitplans war klar, dass der Start der Niederrother erst am späten Nachmittag bzw. frühen Abend erfolgen wird.  Denn davor waren unzählige Duo Paare aus den Klassen U10 bis U16 auf der einzigen Duo Matte am Start. So nutzten die Niederrother die Wartezeit, um sich Maribor und die interessanten Wettkämpfe der jungen Duo-Klassen anzusehen. Für Adam war die Qualität, Präzision und der Kampfgeist der gezeigten Techniken der jüngsten Duoka beeindruckend.

Nach etlichen Terminverschiebungen waren Jannik Anslinger und Simon Hofmann (U21, Männer) mit vier weiteren Duo Paaren aus Österreich und Slowenien am Start. In ihrem ersten Wettkampf traten sie gegen Österreich an. Trotz einer Unstimmigkeit beim ersten Angriff der Serie A lagen die Niederrother nach der B-Serie mit 0,5 Punkte vorne. In der C-Serie holten die Österreicher auf und gewannen mit einem Punkt Vorsprung. Die weiteren Gegner waren drei Duo Paare aus Slowenien. Sie zeigten in den Wettkämpfen gegen Jannik und Simon ausgezeichnete Leistungen auf Weltklassenniveau und gewannen die Wettkämpfe. Das Positive für Jannik und Simon war, dass sie sich vom Wettkampf zu Wettkampf gesteigert haben und in ihrem letzten Wettkampf gegen die späteren Sieger eine sehr gute und stimmige Leistung gezeigt haben.

Für Laura Hofmann und Magnus Anslinger (U21, Mixed) begannen die Wettkämpfe erst gegen 20:45 Uhr. Ursprünglich waren fünf Paare angemeldet. Am Start erschienen aber nur vier (Deutschland, Österreich und zwei aus Slowenien). Laura und Magnus, die normalerweise in der U18 mix starten, kämpften zuerst gegen die späteren Gewinner das Duo Paar Slowenien 1. Sie zeigten eine überzeugende Leistung, konnten aber nicht gewinnen. In ihrem zweiten Wettkampf, gegen Österreich (später 2. Platz), riefen sie eine noch bessere Leistung ab, konnten aber ebenfalls nicht gewinnen. Der letzte Wettkampf des Tages kurz nach 22:00 Uhr sollte den hochmotivierten Laura und Magnus gehören. Leider erschien das zweite gegnerische Paar aus Slowenien nicht. Laura und Magnus gewannen kampflos und konnten sich am Ende des sehr langen Wettkampftages bei der Siegerehrung (22:40 Uhr) über den dritten Platz freuen.

Maribor Open: Ein spannendes Turnier
Insgesamt waren die Maribor Open ein sehr interessantes und spannendes Turnier, dessen Erfahrungen und Erkenntnisse in das weitere Duo-Training und die weiteren Wettkämpfe in der Saison 2019 der Niederrother Duo Paare übernommen werden.

Auch die Landestrainer für das Fighting waren angetan und bedanken sich bei allen Athletinnen und Athleten für ihren großartigen Einsatz und die gezeigte Motivation.

Auch der Ju-Justu Verband Bayern dankt allen Athleten und Trainern und gratuliert zu den gezeigten Leistungen und Erfolgen.

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Pia Van Thurenhout und Adam Paskiewicz