Deutsche Meisterschaften: Fulminante Ergebnisse beim Fighting und BJJ

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Maintal. Auch die Fighter und die Starter im BJJ kehrten mit fulminanten Ergebnissen von der Deutschen Meisterschaft heim. Die Fighter holten acht Titel und im BJJ gingen drei Titel in den Freistaat.

Fighting: Acht Titel für Bayern
„Ich bin mit dem Abschneiden der Fighter sehr zufrieden“, so Landestrainer Andreas Knebl. „Die kontinuierliche Arbeit der Athleten und Trainer zahlt sich aus. Wir konnten im Fighting herausragende acht Titel erringen und dies - zusammen mit den anderen Medaillen - gut verteilt über mehrere Vereine.“ Das sieht auch Chef-Landestrainerin Carina Neupert so: „Ich war von der Gesamtleistung begeistert.“

Sophie Büscher (Bergen) holte mit einer sehr dominanten Leistung den Titel bei der U21 -57 kg und zeigte hier auch den schnellsten Kampf. Paul Kanngiesser (Bergen) sorgte mit seinem Titel in der Klasse U21 -69 kg für eine Überraschung. Niclas Oehrlein (Oberdürrbach) rief sein Potential ab und war am Ende Meister der U21 -85 kg.

Bei den Seniorinnen setzte sich Selina Schmidt (Sennfeld) gegen ihre Bundeskaderkollegin Laura Müller durch und gewann die Klasse +70 kg. Annalena Bauer (Höchberg) wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und Deutsche Meisterin in der Klasse -70 kg. Auch Franziska Freudenberger (Oberdürrbach) bestätigte bei den Frauen -63 kg ihre Favoritenrolle und holte sich vor Carolin Peter (Staffelstein) den Titel.

Bei den Senioren gewann Landestrainer Andreas Knebl (Gendorf-Burgkirchen) mit einem beeindruckenden Finale, das zugleich der schnellste Kampf bei den Erwachsenen war, die Klasse -77kg. In der Klasse -94 kg kam es zu einem bayerischen Finale, das Lukas Bombik (Bergen) gegen Matthias Attenberger (Gendorf-Burgkirchen) taktisch geschickt und erfahren für sich entschied.

Die weiteren Medaillen gingen an: Yannick Körner (2., U21 – 62kg, Herzogenaurach), Pia Van Thurhenhout (2., -57 kg, Staffelstein), Nicole Graf (3., -57 kg, Oberdürrbach), Ann-Kathrin Pilz (3., -70 kg, Nördlingen), Nicolas Lindner (3., -62 kg, Neugablonz).

Drei Titel im BJJ
Mit 14 Startern war Bayern auch im BJJ stark vertreten. Alle Kämpfer zeigten eine hervorragende Leistung und holten insgesamt neun Podestplätze. Die eindrucksvolle Medaillenausbeute lag bei 3x Gold, 4x Silber und 2x Bronze.

Die beiden bayerischen Frauen traten außerordentlich stark auf und holten beide Gold! Laura Keidel ging bei den Frauen -63 kg an den Start und war dort eine Klasse für sich. Sie konnte beide Kämpfe mit ihrem gefürchteten Triangle beenden und ist somit neue deutsche Meisterin. Mirella Brugger setzte in der Klasse +70 kg ihren Gameplan in allen drei Kämpfen konsequent um. Keine Gegnerin konnte ihr das Wasser reichen. Sie verteidigte damit ihren letztjährigen Titel und ist somit alte und neue deutsche Meisterin!

Auch Landestrainer Christian Straubinger (-69 kg) gelang es seinen Titel aus 2018 zu verteidigen. Nach zwei Submission Siegen in der Vorrunde traf er im Finale auf den Teamkollegen Felix Königer und konnte ihn in einem knappen Kampf nach Punkten besiegen.

Bronze gab es für Sevi Lindner in der Klasse -62 kg. Er ist noch jung und hat seine beste Zeit noch vor sich. „Wenn er weiter fleißig trainiert, wird er noch viele Medaillen nach Bayern holen“, so BJJ-Landestrainer Christian Straubinger.

Ebenfalls Bronze gab es für Andreas Sommer bei den Männern -94 kg. Nachdem er sich letztes Jahr im Fighting versuchte, wollte er dieses Jahr das BJJ ausprobieren: Respekt, stabile Leistung!

Silber sicherten sich: Nico Lindner (-62 kg), Felix Königer (-69 kg), Hannes Hildebrand (-85 kg) und Kerim Övgüer (+94 kg). Nico ist ebenso wie sein Bruder seit Jahren überall vertreten und kämpft sowohl Fighting als auch BJJ. Im Finale musste er sich allerdings dem Techniker Sandro Soos geschlagen geben. Felix ließ in der Vorrunde nichts anbrennen und sicherte sich mit drei harten Kämpfen den Einzug ins Finale. Auch Hannes kämpfte in der Vorrunde sehr stark; nur der Bundeskaderathlet Alex Keller konnte ihn mit seinen eigenen Waffen schlagen. Kerim startete sehr stark ins Turnier. Da er diesmal bei den schweren Jungs antrat, musste er aber ein paar Veränderungen an seinem Game vornehmen. So zog er ins Finale ein, wo er sich leider dem ambitionierten jungen Bundeskaderathleten Louis geschlagen geben musste.

Außerdem gilt es noch zwei Sportler zu erwähnen: Viktor Sommer wollte eigentlich in der Altersklasse Ü40 an den Start gehen. Als dort zu wenig Kämpfer gemeldet waren, fasste er sich ein Herz und trat bei den „jungen“ Männern an. Obwohl er beide Kämpfe verlor, kann er mit seinem Auftritt wirklich zufrieden sein! Am anderen Ende des Altersspektrums hatte Timo Hangen ebenfalls zu wenig Gegner. So kämpfte der 17-jährige bei den Erwachsenen mit. Er hatte drei Kämpfe und hat es keinem seiner Gegner leicht gemacht. Besonders stolz kann er auf den Sieg durch Submission im zweiten Kampf sein.

Die beiden Landestrainer sind sehr stolz auf die Leistung des gesamten Teams. „Es war eine super Saison und alle Kämpfer haben heute alles gegeben“, so BJJ-Landestrainer Christian Straubinger, der zusammen mit Landestrainer Normen Zipfel nach diesem Höhepunkt seine Tätigkeit beendet. Sie wünschen allen Athleten eine erfolg- und medaillenreiche Zukunft.

 

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JJVB mit Material von Andreas Knebl und Christian Straubinger / Fotos: Anke Rottmann und Christian Straubinger