Deutsche Schülermeisterschaft: Bayern gewinnt Länderwertung

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Maintal. Zusammen mit den dominanten Duokas haben die bayerischen Ju-Jutsuka bei der Deutschen Schülermeisterschaft erneut die Länderwertung gewonnen. Sie holten sieben Mal Gold, Niedersachen und Brandenburg jeweils sechs Mal.

U18 Fighting: Kämpferherzen und tolle Entwicklung
Die bayerischen U18-Fighter holten drei Meistertitel, zwei Vizemeistertitel und eine Bronzemedaille sowie einen dritten Platz im NeWaza.

Insgesamt war das Trainerteam der U18 mit dem Abschneiden sehr zufrieden. Dies umso mehr, da alle Athleten, die schon über ein Jahr im Kadersystem des JJVB sind, mit einer Medaille heimfuhren. Landestrainer Andreas Knebl: »Alle bewiesen ihr Kämpferherz und zeigen eine tolle Entwicklung! Lea Haupt und Jamila Chatterje zeigen gute Kämpfe und ihr Potential, leider reicht es noch nicht für eine Platzierung.«

U18 m -50 kg
Der 1. Platz ging an Bastian Schmid (Ju-Jutsu Julbach). Er bewies Kraft und Ausdauer. Die Hitze und Erschöpfung zeichneten ihn, aber er zeigt großer Kämpferherz und biß sich durch. Eine tolle Leistung.

Simon Cotta (JJ Dojo Pyrbaum) holte Bronze. Er konnte beide Vorrundenkämpfe gewinnen, musste sich aber im Halbfinale knapp geschlagen geben. Hier fehlt ein Quentchen Glück. Mit einem knappen, aber verdientem Sieg holte er sich am Ende Bronze.

U18 m -55 kg
Alexander Pilz (TV 1868 Burghausen) holte sich mit einer technisch, taktischen und kämpferischen Super Leistung und viel Einsatz verdient den Titel. Die beiden Vorrundenkämpfe gegen Til Runge und Yalcin Tanglay konnte er deutlich und ungefährdet gewinnen. Gegen Bundeskaderkämpfer Dennis Likei konnte er sich knapp mit 7:6 behaupten. Im Halbfinale traf er auf Robin Buchmüller, ebenfalls Mitglied des Bundeskaders. Mit einem Sieg zog er ins Finale und holte sich erneut gegen Likei taktisch gut eingestellt verdient Gold.

U18 m -60 kg
Martin Perzlmeier (Ju-Jutsu Julbach) krönte eine tolle Leistung mit dem verdienten Silber. Mit einem 6:3 über Joschua Voßhenrich, einem 14:9 gegen Simon Kijas und einem 16:7 gegen Nils Richter zog er ins Finale, das er 4:8 gegen Fabian Kampkötter aus Gelsenkirchen verlor.

U18 m -66 kg
Mit dem verdienten zweiten Platz kehrte Edward Zimmermann (TV 1868 Burghausen) auf die Wettkampfbühne zurück. Mit einem 11:6 über Daniel Bauder, einem 14:0 gegen Neel Traupe 14:0 und einem 14:7 über Fabian Friedrich zog er ins Finale ein. Hier fand er in Maximilian Lüth aus Norderstedt, der mit 11:3 gewann, seinen Meister.

U18 w -57 kg
Sophie Büscher (TSV Bergen) dominierte, zeigte eine souveräne Leistung und holte sich so den Meistertitel. Bis ins Finale gewann sie alle drei Kämpfe überlegen mit Full Ippon. Nur im Finale ging es gegen Kim Gottwald über die volle Zeit, weil ihr hier der Wurfippon fehlte. Am Ende stand es 16:5 für sie.

Für Lea Haupt (LKS Gerolzhofen) reichte er in dieser Klasse nur zum siebten Platz.

U18 w -70 kg
Maike Hollenbach (SV Gendorf Burgkirchen) beendete ihre Klasse nach guten und harten Kämpfen auf Platz Drei. Zu Beginn musste sie gegen Lina Römling eine Niederlage (12:7) einstecken. Die Trostrunde dominierte sie und holte sich schließlich mit einem Full Ippon gegen Madlen Schumann Bronze.

U15 Fighting: Aufbauarbeit zeigt Erfolge
In der U15 verfehlte Bayern mit einer Gold-, einer Silber- und fünf Bronzemedaillen die U15-Länderwertung im Fighting. Dennoch waren die U15-Trainer zufrieden. Robert Rogger: »Im Vergleich zu den anderen Bundesländern kämpfen unsere Ju-Jutsuka mit weniger Härte.« Das sei aber ok, da für Bayern in dieser Altersklasse die Aufbauarbeit im Vordergrund stehe.

Melina Fredlmeier (SV Gendorf Burgkirchen, U15 w – 57 kg) holte sich mit einer guten dominanten Leistung den Titel. Sie präsentierte sich technisch vielfältig und holte sich nach harten Kämpfen verdient den Sieg.

Emilie Kron (TSV 1880 Schwandorf) erreichte einen tollen zweiten Platz.

Für Florian Hüttl (TV 1868 Burghausen, U15 m -34 kg) gab es am Ende Bronze. Er hatte als einziger kein Freilos in der Klasse und musste im ersten Kampf gegen den späteren Sieger Albrecht Arthur antreten. Somit blieb nur die Trostrunde, die er technisch gut und überlegen gewann.

Till Klonner (TV 1868 Burghausen, U15 m -55 kg) entschied die ersten beiden Kämpfe überlegen mit Full House für sich, verpasste den Einzug ins Finale dann aber um einen Punkt. Am Ende stand er als Dritter auf dem Treppchen.

Auch für Julia Köhler (SV Oberdürrbach, U15 w -44 kg), Viola Fritsche (KSC Amberg, U15 w -63 kg) und Nadine Rameckers (ESV München, U15 w -57 kg) gab es jeweils eine Bronzemedaille. Julia präsentierte sich als starke, konzentrierte Nachwuchskämpferin, die den Einzug ins Finale gegen die spätere Siegerin verpasste. Viola hatte ihren ersten Kampf erst in der letzten Sekunde knapp verloren; danach gewann sie aber alle Kämpfe in der Trostrunde deutlich. Nadine zeigte ebenfalls gute Voraussetzungen und ein großes Herz.

NeWaza: Energieleistung mit Bronze belohnt
Im NeWaza trieb Jason Wille (TV Neugablonz, U18 m – 66 kg), der auch im Fighting gestartet war, bei heißen Bedingungen einen großen Energieaufwand. Zwei Siege im Pool sicherte ihm Bronze. Erschöpft musste er sich dann aber technisch starken Gegner beugen.

Duo: Bayern verteidigt Spitzenposition
Der Duo-Kader des JJVB verteidigt auf der Deutschen-Schülermeisterschaft 2018 in Maintal seine Spitzenposition.

Elf Paare aus den Ländern Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Bayern kämpften am Samstag in zwei Klassen (U18 Mixed und U18 weiblich), um die Sieger der U18 zu ermitteln. Vom Duo-Kader des JJVB starteten fünf Paare.

Die Hoffnungen auf gute Platzierungen konnten mehr als erfüllt werden.

Braun/Braun in der Mixed-Klasse und Steinacher/Witting in der Damen-Klasse holten die begehrten Titel zum SV Gendorf Burgkirchen und somit nach Bayern. Ein etwas überraschender Sieg im Halbfinale (bessere Wertung aufgrund Angriffsfehler beim Badener Bundeskaderpaar) bescherte dem Estinger Paar Huber/Barth den Einzug in ein Bayerisches Finale. Dort unterlagen sie dem Paar Braun/Braun. Somit ging auch die Silbermedaille dieser Klasse nach Bayern, ebenso wie beim weiblichen Paar Schiener/Reichhardt vom SV Kumhausen in der zweiten Klasse. Auch diese beiden hatten einen starken Auftritt und mussten sich nur dem Bundeskaderpaar Steinacher/Witting geschlagen geben. Einen respektablen 3. Platz erkämpfte sich noch das Paar Anslinger/Hofmann vom SV Niederroth, so dass alle Paare des JJVB am Samstag die maximale Ausbeute von Medaillen hatten.

Am Sonntag konnte sich die U15 beweisen. Elf Paare aus den Ländern Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Bayern kämpften ebenfalls in zwei Klassen (U15 männlich und U15 weiblich) um die Sieger der U15 zu ermitteln. Vom Duo-Kader des JJVB waren vier Paare anwesend und wie am Samstag konnten sich alle Paare auf dem Treppchen platzieren.

In der Klasse U15 weiblich erreichte das Paar Oehrlein/Treumann vom SV Oberdürrbach den zweiten Platz, nachdem sie sich in einem spanenden Kampf gegen das Paar aus Hamburg durchsetzen konnten und im Finale dem Paar aus Nordrhein-Westfalen unterlagen.

Gleichzeitig erreichten Sie mit 41 Punkten die höchste Punktzahl in der Klasse U15 weiblich.

In der Klasse U15 männlich kamen alle drei Paar aus Bayern auf das Treppchen. Der erste Platz ging an das Duo Paar Kreibiehl/Blüchel vom SV Gendorf Burgkirchen, der zweite Platz an das Duo Paar Öttl/Küsters vom SV Esting und der dritte Platz an das Duo Paar Kreibiel/Callies vom SV Gendorf Burgkirchen. Alle drei Paare lagen punktemäßig sehr knapp beieinander.

Am Samstag war Nachwuchsbundestrainer Juri Hatzenbühler aus Dillingen anwesend, um für den Bundeskadernachwuchs zu sichten, der  im Oktober nach der German Open endgültig festgelegt wird. Die Duo-Athleten des JJVB haben auf jeden Fall sein Interesse geweckt.

Es gibt trotz der guten Ergebnisse des JJVB Kritik. Die Wettkampffläche für die Duos war in einen Nebenraum ohne großen Platz für Zuschauer verlegt worden. Eine Wettkampfart, die für ihre Attraktivität für den Zuschauer bekannt ist, wurde so ins Abseits gestellt. Ebenso waren keine Lautsprecherdurchsagen der Veranstaltung aus der Haupthalle in die Nebenhalle vorhanden, auch kein WLAN zur Verfolgung der Kämpfe auf den Wertungslisten wie es in der Haupthalle möglich war. Daneben gab es keine ausgedruckten Listen für die Landestrainer, wie es sonst üblich ist, wenn keine WLAN-Möglichkeit für die Listen vorhanden ist. Es bleibt zu hoffen, dass die nächsten Meisterschaften besser organisiert sind.

Die Ergebnislisten gibt es hier: Medaillenspiegel, Fighting, NeWaza, Duo.

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Bericht: Jörg Eschenfelder, Vinzenz Oschmann / Fotos: Simon Attenberger, Jens Nöding