Verbandstag 2019: Zufriedenheit auf allen Ebenen

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Aichach. Der Ju-Jutsu Verband Bayern (JJVB) ist in geordneten Verhältnissen und die Mitgliedsvereine sind mit der Arbeit des Vorstandes zufrieden. Das zeigte der Verbandstag 2019, der ohne Diskussionen ablief. Auch die Wiederwahl von Präsidentin Eva Straub sowie die Wahlen zum Vorstand und Präsidium erfolgten einstimmig.

34 Vereine hatten sich in Aichach eingefunden. Es war eine ruhige Veranstaltung, bei der die Anwesenden die Berichte der Vorstandsmitglieder zustimmend zur Kenntnis genommen und keine Nachfragen hatten.

Kleiner personeller Umbruch
Ebenso harmonisch verliefen die Wahlen für den Vorstand und das Präsidium: Präsidentin Eva Straub wurde ebenso einstimmig wiedergewählt wie auch die Vize-Präsidenten Roland Köhler (Breitensport) und Edeltraud Albrecht (Finanzen). Zum neuen Vize-Präsidenten Leistungssport wurde der bisherige Wettkampfreferent Lothar Lehermeier gewählt, nachdem der bisherige Amtsinhaber Christian Dummer aus beruflichen Gründen nicht mehr für eine zweite Amtszeit zur Verfügung stand. An der Jugendvollversammlung am 27. April in Nürnberg hatte die Jugend schon Matthias Riedel als Vize-Präsident Jugend wiedergewählt.

Nachdem die Referenten Lehermeier (Wettkampf), Andreas Hötzinger (Lehre) und Sonja Schmid (Frauen) nicht mehr zur Wahl standen, wurden die Nachfolger einstimmig gewählt: Heike Bittner (Frauen), Darian Dragut (Lehre) und Georg Knebl (Wettkampf). In gut zwei Jahren wird dann der nächste Personalwechsel erfolgen. Finanzchefin Albrecht erklärte, dass sie plant, Ende 2021 aus persönlichen Gründen ihr Amt niederzulegen. Einstimmig wiedergewählt wurden auch der Kampfrichterreferent Tobias Bruckmeier und Prüfungsreferent Hans Sperl. Für Sperl wird es nach eigenen Angaben seine letzte Amtszeit als Prüfungsreferent sein.

Gute Finanzlage
Zuvor präsentierte Edeltraud Albrecht ihren Kassenbericht sowie den Haushalt für das laufende Jahr. Die Quintessenz: Der Verband steht auf einem äußerst soliden Fundament. Die Versammlung erteilte dem Vorstand für das Jahr 2018 einstimmig die Entlastung und genehmigte ebenso einstimmig den Haushaltsplan 2019.

Abschließend stimmten die Mitglieder einstimmig der Änderung der Sport-, Kader-, Datenschutz- und Ehrenordnungen zu. Hier wurden die internationalen Vorgaben umgesetzt sowie Transparenz und Übersichtlichkeit geschaffen.

Emotionaler Höhepunkt: Ernennung von Karl-Heinz Zeitler zum Ehrenmitglied
Emotionaler Höhepunkt war der Tagesordnungspunkt 15.5: die Wahl von Karl-Heinz Zeitler (Post SV Nürnberg) zum Ehrenmitglied des JJVB (Hierzu folgt noch ein eigener Bericht). Die Mitglieder stimmten in die Laudatio von Matthias Riedel ein und erwiesen Zeitler mit stehendem Applaus die Ehre für sein außergewöhnliches Lebenswerk in Nürnberg.

Nach einer gelungen und friedlichen Veranstaltung einigten sich die Mitglieder auf den 9. Mai 2019 als Datum für den nächsten Verbandstag, der in Herzogenaurach stattfinden wird.


Vier Jahre und viel gelernt: Kurzinterview mit JJVB-Präsidentin Eva Straub

Wie waren die ersten vier Jahre für Dich?
Eva Straub:
Während der ersten Zeit war ich in vielen Dingen natürlich noch sehr unsicher und hatte Bedenken, schlimme Fehler zu machen. Für vieles, was einem später flott von der Hand geht, braucht man zu Beginn sehr viel Zeit. Ich musste mich in Satzungen, Ordnungen, Richtlinien und vieles mehr richtig reinfuchsen.

Mein Amtsvorgänger Rainer Riedel hat mich während der ersten Zeit nach der Amtsübernahme sehr gut begleitet. Ich konnte ihn jederzeit anrufen und um Rat fragen. Er hat sich immer Zeit genommen und mir alles geduldig erklärt. Das gleiche gilt für die sattelfesten Kollegen in Präsidium und Vorstand und nicht zuletzt für unsere Geschäftsstellenleiterin. Dennoch musste ich zunächst mal einen kompletten Jahreszyklus durchlaufen, um einen Überblick zu bekommen, was während des Jahres wann zu tun ist. 

Was waren die größten Überraschungen?
Die Vielfältigkeit der Aufgaben, die man als Präsidentin hat. Neben dem normalen Geschäftsbetrieb wird man laufend mit neuen Herausforderungen unterschiedlichster Art konfrontiert. Hat man eine gemeistert, steht sofort die nächste an. Langweilig wird es nie.

Was hast Du gelernt?
Darauf zu vertrauen, dass sich auch schwierige Aufgaben lösen lassen. Man muss Geduld haben und dranbleiben, denn manchmal dauert es einfach oder braucht mehrere Anläufe.

Was sind Deine Ziele für die nächsten vier Jahre?
Ju-Jutsu ist sehr vielseitig. Gerade diese Vielseitigkeit führt dazu, dass manche Mitglieder finden, dass ihre Interessen im Verband nicht oder nicht ausreichend vertreten sind, andere sehen sich regional benachteiligt. Das möchte ich ändern.

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Jörg Eschenfelder