Am 21. und 22. März 2026 fand im ESV München eine zweitägige Ju-Jutsu-Lehreinweisung statt. Unter der Leitung der Trainer Daniel und Michael trafen sich rund dreizehn mit Braun- und Schwarzgurt, um ihr Trainingswissen zu erweitern und das bestehende aufzufrischen.
Der erste Tag begann mit einem fundierten Theorieteil, in dem der Teilnehmerkreis zahlreiche wertvolle Impulse einbrachte. Danach ging es auf die Matte. Daniel und Michael starteten mit dem Laats-Abtaucher und vermittelten diesen beispielhaft nach der Ganz-Teil-Methode. Anschließend zeigten sie verschiedene kleine Techniken mit unterschiedlichen Ansätzen. So bekamen die Teilnehmenden einen direkten Vergleich, wie sich Lehrmethoden in der Praxis unterscheiden. Ebenfalls wurden vielfältige Organisationsformen vorgestellt: Linien, Reihen, doppelte Reihen und Gassen, mit denen sich Karate-ähnliche Drills abwechslungsreich gestalten ließen.
Nach der Mittagspause wurde ein spielerisches Aufwärmen mit lockeren Übungen durchgeführt. Die Trainer steigerten die Anforderungen schrittweise – vom einfachen „Kuckuck“ (das eigene Nest leer halten) bis zur „diebischen Elster“ (das Nest möglichst voll machen). Dabei stellten sie den Unterschied zwischen allgemeinem und spezifischem Aufwärmen anschaulich dar. Die Teilnehmer legten zudem den Schwerpunkt auf Fehlersuche.
In simulierten Trainingsumgebungen beobachteten sie abwechselnd Technikausführungen, entdeckten bewusst eingebaute Fehler, welche dann korrigiert wurden. So z. B. bei Armstreckhebel, Seitstreckhebel und Kipphandhebel. Die Außensichel wurde intensiv in Dreiergruppen geübt.
Es wurde geübt, Fehler systematisch zu identifizieren, passende Korrekturmethoden auszuwählen und Techniken nachhaltig zu verbessern. Die Themenkomplexe Gegentechniken und Weiterführungen schlossen den ersten Tag ab.
Am zweiten Tag präsentierten die Teilnehmer ihre eigenen Lehrübungen. Sie planten jede für 90 Minuten, prüften sie aber komprimiert in 20 Minuten. Das Spektrum umfasste Atemitechniken, Würger und Würfe – ein beeindruckender Beweis für die Vielfalt des Ju-Jutsu. In der Reflexion wurde erkannt, wo die häufigsten Vorbereitungsschwierigkeiten liegen, und es wurde gelernt, ihnen gezielt zu begegnen.
Der hohe Praxisanteil und das harmonische Miteinander auf der Matte stachen besonders hervor. Die Lehreinweisung lieferte ein Komplettpaket, mit dem die Trainerinnen und Trainer souverän Trainingsstunden vorbereiten und halten können – praxisnah, reflektiert und mit viel Freude an der Bewegung.
Der TSV Lindau verdient großen Dank für die Durchführung des Trainings, der ESV München für die hervorragende Ausrichtung vor Ort.












