Drogen im Sport fallen unter den Begriff Doping, sofern sie zur Leistungssteigerung eingesetzt werden oder die Gesundheit gefährden, und sind durch strenge Regelwerke verboten.
Helmut Kreppel besetzt seit April dieses Jahres die Stelle als Anti-Doping-Beauftragter vom Ju-Jutsu-Verband Bayern. Er übernimmt eine Mischung aus Präventions-, Kontroll- und Beratungsaufgaben. Diese Rolle orientiert sich stark an den Vorgaben der Nationalen Anti-Doping-Agentur Deutschland und dem internationalen Regelwerk.

Helmut steht damit als Ansprechpartner für unsere Athleten und Trainer zur Verfügung.
Er trägt als die zentrale Person im Bayerischen Ju-Jutsu-Verband dazu bei, dass insbesondere der Bereich Leistungssport fair, regelkonform und gesundheitlich verantwortungsvoll betrieben wird.
Fairness, Chancengleichheit und Glaubwürdigkeit sind zentrale Werte unseres Sports – umso wichtiger ist es, dass dieses Themenfeld engagiert und verantwortungsvoll betreut wird. Mit seiner Erfahrung als Professor für Pharmakologie und Toxikologie kennt er die Wirkungen von Pharmaka und Giften im Körper.
Als Pensionist kann er sich ausgiebig dem Amt widmen und steht als Dan-Träger, Trainer und Prüfer glaubwürdig mitten im Ju-Jutsu-Sport mit Herz und Seele.
Wir freuen uns sehr über die Bereitschaft von Helmut, Verantwortung zu übernehmen und dieses Amt mit seinem Wissen und Können aus Theorie und Praxis auszufüllen.
Peter Günther, JJVB; Info: Helmut Kreppel
Anmerkung der Redaktion zum Thema Doping:
Die Geschichte des Dopings ist vermutlich so alt wie der Wunsch des Menschen, seine Leistung zu verbessern. So sollen bereits die olympischen Sportler der Antike mit Kräutern und Pilzen experimentiert oder Stierhoden gegessen haben, um ihre Leistung zu steigern.
Der Missbrauch von Rauschmitteln und Medikamenten betrifft dabei keineswegs nur den Profibereich, sondern ist auch im Breitensport stark verbreitet.
Stimulanzien, Cannabinoide, Anabolika und Narkotika, zu denen oft, vor allem im Leistungssport, gegriffen wird, finden aber leider auch im Breitensport ihre Konsumenten.
Rechtliche und gesundheitliche Folgen
- Gesundheit: Der Konsum führt zu irreparablen Organschäden, psychischen Abhängigkeiten sowie akuten Lebensgefahren wie Herzinfarkten. Ohne ärztliche Kontrollen sind die Risiken im Freizeitsport besonders hoch.
- Strafrecht: In Deutschland regelt das Anti-Doping-Gesetz (AntiDopG) den Umgang mit diesen Stoffen. Neben sportrechtlichen Sperren drohen bei Besitz oder Weitergabe illegaler Substanzen empfindliche Freiheits- oder Geldstrafen.
Beim Bayerischen Ju-Jutsu-Verband gab es bisher noch keine Meldungen über missbräuchliche Benutzung solcher Stoffe, weder im Leistungs- noch im Breitensportbereich.
Dies zeigt, dass unsere Ju-Jutsuka trotz oft hartem Training oder Leistungsdruck bei Wettkämpfen verantwortungsvoll dieses Thema behandeln.
Peter Günther, JJVB






