Kürzlich wurde Fritz Schweibold, Gewaltschutzbeauftragter DJJV und in Bayern noch Lehrbeauftragter für „Nicht mit mir!“, in das Arbeits- und Beratungsgremium „Schutz vor interpersonaler Gewalt“ des Vorstandes der Deutschen Sportjugend berufen.
Die Beratungsgremien setzen sich aus Personen der Mitgliedsorganisationen, der Wissenschaft, der Kinder- und Jugendhilfe und weiteren Personen, die eine auf das aktuelle Arbeitsprogramm für das jeweilige Themenfeld des Vorstands bezogene Vernetzungs- und Fachkompetenz besitzen, zusammen.
Neben Fritz und anderen Experten ist auch Betina Rulofs im Beratungsgremium. Die wesentliche Aufgabe ist die Beratung des Vorstands in allen relevanten Fragen des jeweiligen Themenfeldes.
Als Gewaltschutzbeauftragter des Deutschen Ju-Jutsu Verbandes ist Fritz maßgeblich an der Entwicklung und Implementierung von Schutzmaßnahmen gegen Gewalt in Sportvereinen beteiligt. Er arbeitet aktiv an der Sensibilisierung für interpersonale Gewalt und unterstützt Sportorganisationen dabei, sichere Strukturen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu schaffen.
Darüber hinaus ist er als Demokratietrainer der dsj tätig und fördert damit Partizipation und Präventionsarbeit im Sport. Seine Erfahrung in der politischen Bildung und sein Engagement für ein sicheres und gewaltfreies Umfeld im organisierten Sport machen ihn zu einer wertvollen Stimme in der dsj.
Mit seiner langjährigen Erfahrung in der Entwicklung und Umsetzung von Schutzkonzepten, seiner fundierten Methodenkompetenz im Bereich Gewaltprävention sowie seinem praktischen Wissen über Kinderschutz und Prävention sexualisierter Gewalt im Sport wird Fritz Schweibold einen bedeutenden Beitrag zur AG Schutz vor interpersonaler Gewalt leisten. Sein Engagement und seine Fachkenntnis ermöglichen es ihm, gezielt an der Weiterentwicklung von Schutzmaßnahmen innerhalb der dsj mitzuwirken und nachhaltige Strategien zur Gewaltprävention im organisierten Sport zu fördern.
Für den Gewaltschutzbeauftragten ist wichtig, dass unsere Sportart und die damit verbundenen Werte in der Gesellschaft entsprechend wahrgenommen werden. Die Berufung ist eine Auszeichnung und Wertschätzung des DJJV im organsierten Sport.
Der Begriff „Interpersonelle Gewalt“ im sportlichen Umfeld umfasst fünf Formen von Gewalt, die sich zumeist auf eine absichtliche und nicht zufällige Handlung oder auf ein absichtliches Verhalten beziehen.
Diese geschehen gegen den Willen der Sportler:innen, Trainer:innen, Betreuer:innen oder Ehrenamtlichen und sie passieren fast nie aus Versehen. Hierbei wird neben den fünf Formen auch von unterschiedlichen Ausmaßen der Ausübung von Gewalt gesprochen.
AKTIV! gegen sexualisierte und interpersonale Gewalt
Sexualisierte und interpersonale Gewalt hat viele Gesichter: Alltägliche Situationen wie beispielsweise eine anzügliche Wortwahl, sexistische Witze, Blicke und Gestik werden bagatellisiert und heruntergespielt – auch im Hochschulsport. Wir wollen dazu beitragen, diese Grenzüberschreitungen wahr- und ernst zunehmen. Wir möchten sensibilisieren, informieren, zum Hinsehen und Hinhören auffordern und Mut machen für ein gemeinsames aktives Handeln gegen sexualisierte Gewalt im Hochschulsport. Dazu startete der adh im Jahr 2015 die Kampagne #AKTIV! gegen sexualisierte Gewalt. Initiiert vom Ausschuss für Chancengleichheit und Personalentwicklung hat das Projekt sich vor allem die Sensibilisierung der Mitgliedschaft durch gezielte Informationen zur Thematik zum Ziel gesetzt.
Peter Günther, JJVB; Info: Fritz Schweibold, DJJV und JJVB






