Berlin – Es war ein besonderer Tag für den deutschen und bayerischen Ju-Jutsu-Sport: Am Montag, den 19. Januar 2026, fand im festlichen Rahmen des Bundeskanzleramts in Berlin die Verleihung des Silbernen Lorbeerblatts statt – der höchsten staatlichen Auszeichnung für sportliche Spitzenleistungen in Deutschland. Überreicht wurden die Ehrungen durch die Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, Dr. Christiane Schenderlein, die in ihrer Ansprache die herausragenden Leistungen der Athletinnen und Athleten würdigte und die Bedeutung des Spitzensports für die deutsche Gesellschaft ebenso wie für das internationale Ansehen Deutschlands hervorhob. Sie betonte zudem, dass sich die anwesenden Spitzensportlerinnen und -sportler nicht nur durch ihre Leistungen, sondern auch durch ihren unermüdlichen Einsatz und ihre gelebte Vorbildfunktion für diese besondere Ehrung qualifiziert hätten.
Insgesamt wurden 17 Weltmeisterinnen und Weltmeister des Deutschen Ju-Jutsu- Verbandes (DJJV) ausgezeichnet. Das Besondere für den Ju-Jutsu-Verband Bayern e. V. war dabei die Tatsache, dass neun der Geehrten aus Bayern stammen. Diese außergewöhnliche Quote unterstreicht eindrucksvoll die starke Stellung des bayerischen Ju-Jutsu im nationalen und internationalen Spitzenbereich.
Aus Bayern erhielten das Silberne Lorbeerblatt:
- Simon Attenberger – Weltmeister 2021
- Lukas Bombik (Landestrainer Fighting) – Weltmeister 2021 & 2022
- Sophie Büscher – Weltmeisterin 2022
- Franziska Freudenberger (Landestrainerin Fighting) – Weltmeisterin 2017 & 2022
- Andrea Pflefka – Weltmeisterin 2017
- Julia Paszkiewicz (Bundestrainerin Duo) & Johannes Tourbeslis – Weltmeister 2021
- Ian Butler (Landestrainer Duo) & Felix Paszkiewicz – Weltmeister 2023
Begleitet wurden die bayerischen Athletinnen und Athleten von Roland Köhler, Präsident des Deutschen Ju-Jutsu-Verbandes und zugleich Bundestrainer. Seine Präsenz spiegelte die enge Verbundenheit zwischen Verband, Trainern und Sportlern wider – ein deutliches Zeichen gelebter Gemeinschaft.
Nach der offiziellen Ehrung fand ein feierlicher Empfang statt, bei dem auch Bundeskanzler Friedrich Merz kurz vorbeischaute. In seiner Ansprache betonte er, welche zentrale Rolle Sport und Ehrenamt für die Gesellschaft spielen – gerade in herausfordernden Zeiten. Er hob zudem hervor, dass die neue Bundesregierung sich eine bessere Spitzensportförderung auf die Fahnen geschrieben habe und eine erfolgreiche Olympiabewerbung das erklärte Ziel der Regierung sei.
Für den Ju-Jutsu-Verband Bayern e. V. hat diese Ehrung eine herausragende Bedeutung: Das Silberne Lorbeerblatt ist nicht nur eine Auszeichnung für einzelne sportliche Erfolge, sondern auch eine Anerkennung für jahrelange harte Arbeit, Disziplin, Leidenschaft und Teamgeist. Dass so viele bayerische Athletinnen und Athleten geehrt wurden, ist ein starkes Zeichen für die Qualität der bayerischen Nachwuchs- und Spitzenarbeit und ein Beleg für die nachhaltige Entwicklung des Sports im Freistaat.
Auch die Geehrten selbst zeigten sich tief beeindruckt von der Atmosphäre im Bundeskanzleramt. Julia Paszkiewicz brachte es treffend auf den Punkt:
„Es war ein sehr schönes und würdiges Event – eine wirklich besondere Wertschätzung für die harte Arbeit und das Geleistete der letzten Jahre. Ganz besonders berührt hat mich, dass so viele Ju-Jutsuka anwesend waren und ebenfalls geehrt wurden, mit denen man diesen langen und intensiven Weg beschritten hat.“
Die Verleihung des Silbernen Lorbeerblatts war mehr als nur eine Ehrung – sie war ein Moment des Innehaltens, des Stolzes und der Anerkennung für einen Sport, der zwar selten diese große Bühne erhält, dabei jedoch in besonderer Weise Werte wie Fairness, Respekt, Disziplin und Zusammenhalt verkörpert.
Der Ju-Jutsu-Verband Bayern e. V. gratuliert allen Geehrten von Herzen und bedankt sich bei Trainern, Vereinen, Familien und Unterstützern, die diese Erfolge möglich gemacht haben.











