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Gewaltschutzkonzept

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Das Gewaltschutzkonzept des Ju-Jutsu Verband Bayern e.V.

Bezugnehmend auf gesellschaftliche sowie sportpolitische Vorgaben und Erwartungen, aber auch aufgrund rechtlicher und ethischer Gegebenheiten wurde für den Ju-Jutsu Verband Bayern e.V. (JJVB) ein Gewaltschutzkonzept erarbeitet und in Kraft gesetzt, mit dem auch alle 11 Punkte des Stufenplans der dsj. dsj-Stufenmodell_Richtlinien_u._Qualitaetsstandards_zu_PSG.pdf erfüllt werden.

Als Grundlage für den JJVB diente das Präventionskonzept des Deutschen Ju-Jutsu-Verbandes (DJJV), https://www.djjv.de/jugend/praevention-sexualisierter-gewalt/praeventionskonzept/ welches der DJJV auch seinen Landesverbänden zur Verfügung gestellt hat.

Das Gewaltschutzkonzept des JJVB bleibt dabei jedoch ausdrücklich nicht auf das Thema sexualisierte Gewalt beschränkt, da sich Gewalt im Sport auch in weiteren Problemfeldern wie z.B.Diskriminierung, Rechtsextremismus, Antisemitismus, Gewaltbereitschaft zeigen kann. Unsere Aufgabe als Sportfachverband sehen wir darin, alle Akteure im Sport zu sensibilisieren und sämtlichen Erscheinungsformen von Gewalt im Sport durch die Entwicklung von geeigneten Präventions- /Interventionskonzepten entschieden entgegenzutreten.

 

Ablauf der Umsetzung:

Im ersten Quartal 2020 wurde unter Einbeziehung des Gewaltpräventionsbeauftragten, des Jugend- und des Frauenressorts im JJVB mit der Analyse des Istzustandes und der Festlegung weiterer Schritte im Umsetzungsprozess begonnen und danach erste Maßnahmen eingeleitet. Im Sommer 2020 erfolgten drei Online-Schulungen für Verantwortliche aus allen Ressorts sowie der Führungsebene des Verbandes. Dabei wurden die Teilnehmer zunächst für die Thematik sensibilisiert und informiert. Im weiteren Verlauf erfolgte eine Schulung für die o.g. Zielgruppen Form eines Workshops als Präsenzveranstaltung im Herbst 2020. Im Rahmen dieses Seminars wurden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Erhebungsbögen zur Risikoanalyse bearbeitet, die auf die jeweilige Zielgruppe (Jugend, Breitensport und Leistungssport) zugeschnitten waren.

Bis Ende des Jahres 2020 erfolgte die Auswertung der anonymen Fragebögen. Mit der Einarbeitung der Ergebnisse der schriftlichen Auswertungen und der Klärung letzter noch offener Punkte wurde das Projekt zu Beginn des Jahres 2021 fertiggestellt.

 

Inhalte der Broschüre „Nicht mit uns! – Prävention sexualisierter Gewalt im Sport!“ des DJJV wurden in unterschiedlichen Formaten und Gremien auch für das Gewaltschutzkonzept des JJVB verwendet und wird auch den JJVB-Vereinen/Abteilungen empfohlen. Sie kann über die Webseite des DJJV unter folgendem Link Webseite_Broschuere_Nicht_mit_uns_Praevention_sexualisierter_Gewalt_DJJV_Jugend_2.pdf heruntergeladen oder als Druckversion gegen eine Versandgebühr über den DJJV-Shop bestellt werden.

Für zusätzliche Handreichungen und Informationen insbesondere für die Arbeit von Kinder- und Jugendschutzbeauftragten wird die Broschüre der Deutschen Sportjugend dsj_sexgewalt_2020.pdf empfohlen.

 Maßnahmen zur Sicherstellung der Aktualität und der Nachhaltigkeit im Gewaltschutzkonzept: 

  • Jährliche Fortbildungsveranstaltungen für JJVB-Mitarbeiter über aktuelle Entwicklungen im Bereich Gewaltschutz. Für alle Ansprechpartner im Bereich Gewaltschutz, für JJVB-Vorstandsmitglieder, sowie neue Mitarbeiter beim JJVB ist die Teilnahme an diesen Veranstaltungen verpflichtend.
  • Aus- und Weiterbildungsangebote des DJJV und des JJVB in unterschiedlichen Themenfeldern für Vereinsverantwortliche im JJVB und interessierte Mitglieder.
  • Eine Beteiligung von Kindern/Jugendlichen am Prozess der Aktualität des Gewaltschutzkonzepts wird über das Jugendreferat im Rahmen von Lehrgängen, Schulungen/Veranstaltungen auf Landesverbandsebene sichergestellt.
  • Für Fälle von schweren Regelverstößen werden durch den DJJV und dem JJVB Regularien für den Entzug von Lizenzen (z.B. DOSB-Trainerlizenzen, Kursleiterlizenzen) und/oder der Aberkennung von Ehrenzeichen erarbeitet.
  • Neben der engen Zusammenarbeit im Bereich Gewaltschutz mit dem DJJV wird eine umfassende Vernetzung mit Opferorganisationen (z.B. Weißer Ring), Ansprechpartnern Gewaltschutz aus anderen Fachverbänden und den JJVB-Vereinen, der Deutschen Sportjugend sowie externen Experten vorangetrieben.