Kooperation Ju-Jutsu Verband Bayern - Weisser Ring

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Landshut – Am ersten Aprilwochenende fand in der Jugendherberge in Landshut das Jugendsymposium des Ju-Jutsu Verbands Bayern statt. Den Teilnehmern wurde dabei ein Kooperationsprojekt mit dem Weissen Ring vorgestellt.

Auf Einladung von Fritz Schweibold, vom Ju-Jutsu Verband, nahmen der Vizepräsident Jugend des JJVB Matthias Riedel, die Stellvertretende Bezirksvorsitzende der Bayerischen Sportjugend Edeltraud Brandstetter sowie die Kinderschutzbeauftragten der TG Landshut und des Further Sportvereins teil.

Peter Bürgin vom Weissen Ring Oberfranken und der Landshuter Außenstellenleiter Wolfgang Heidersberger stellten eindrucksvoll die Aufgaben und Ziele des gemeinnützigen, weit über die Bundesgrenzen hinaus bekannten, Vereins vor.

„Wenn alle den Verbrecher jagen, wer bleibt dann eigentlich beim Opfer?“ Diese Frage stellte der Mitbegründer des Weissen Rings, Eduard Zimmermann vor fast 40 Jahren. Sie kann heute vom Weissen Ring eindeutig mit „Wir!“ beantwortet werden. Im Anschluss wurde das Filmprojekt „Seelennarben“, nach einer Idee von Alfons Hrubesch, Außenstellenleiter in Lichtenfels, vorgeführt. Dabei werden in Kurzfilmen die Thematiken „Sexueller Missbrauch im Sport“, Gewalt im familiären Umfeld“ und „Vergewaltigung nach Verabreichung von K.o.-Tropfen“ angeschnitten. Nur indem über Gefahren informiert wird, können Verbrechen verhindert werden. Und nur wenn Opfer von Straftaten wissen, dass sie mit ihrem Schicksal nicht alleine sind und es Menschen gibt, die ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen - nur dann kann wirklich geholfen werden. Prävention und Information, beide Ziele verfolgt der Film. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch. Der, der Opfer wurde und der, der nie Opfer werden soll! Die Vorstellung des Films für die Öffentlichkeit erfolgte im vergangenen Jahr u. a. unter Beteiligung der Bayerischen Justizministerin Frau Dr. Beate Merk und der  Bundesvorsitzenden des Weissen Rings, Frau Roswitha Müller-Piepenkötter.

Fritz Schweibold, Mitglied im Jugendlehrteam und beim Arbeitskreis Gewaltprävention des Ju-Jutsu Verbandes, bewertet das Projekt als hervorragend für die Aus- und Weiterbildung von Trainern, Übungsleitern, Kursleitern und in der sportlichen Jugendarbeit Verantwortlichen. Zusätzlich eignet er sich, unter Beachtung der jeweiligen Zielgruppen, für Schulen und entsprechende Institutionen.

Da der Ju-Jutsu Verband seit vielen Jahren Vorreiter und Wegbereiter in Sachen „Prävention vor sexueller Gewalt“ ist, eröffnet die Kooperation zwischen beiden Vereinen neue Perspektiven für Ausbilder und Kursleiter für Frauen-Selbstverteidigung, Kinderselbstbehauptung und -verteidigung sowie Trainer B-Gewaltprävention. Auf regionaler Ebene laufen bereits sehr erfolgreich Projekte zwischen dem Weissen Ring und Sportvereinen bzw. -verbänden. Die Rückmeldungen sind sehr positiv und somit Ansporn für weitere Aktionen.

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Medienteam
Ju-Jutsu Verband Bayern e. V.